Missionsbericht Dezember 2015

Lieber Missions- und Gebetspartner,

 

ich grüße Dich ganz herzlich mit einem Wort zur Adventszeit. Advent heißt übersetzt auch Erwartung. Was ist Erwartung? Das Erwarten des Bräutigams beschreibt Salomo auf eine gewaltige, gefühlsvolle Art und Weise. Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt und hüpft über die Berge und springt über die Hügel. Mein Freund gleicht einer Gazelle oder einem jungen Hirsch. … (Hohelied 2,8-9) „Ist er das? Ist es seine Stimme? Oder habe ich mich verhört?“ So oft meinte sie schon, seine Stimme zu hören. Der Klang seiner Stimme erfüllt die Luft, weil er ihr Herz erfüllt. Sehnsüchtig wartet sie auf ihn. Den ganzen Tag hat sie hinaufgeblickt zu den Bergen, ungeduldig darauf gehofft, dass seine schlanke Gestalt auftauchen würde über den Hügeln. Sie hat sich vorbereitet auf ihn. Auf sein Kommen! Sie hat das Haus gereinigt bis auf das letzte Staubkorn. Der Lehm der Wände ist noch warm von den letzten Sonnenstrahlen. Das Haus nun in Dunkelheit getaucht, nur das flackernde Licht der Lampen, die sie entzündet hat, erfüllt den Raum mit einem warmen Gold. Auch sie selbst hat sich geschmückt. Ihr schönstes Kleid hat sie angelegt. Das, das so schön in Falten herabfällt, mit den goldenen Fäden am Saum. Ihr Festtagskleid. Die silbernen Ringe an ihren Handgelenken klingen hell, als sie sich ihr Haar aus dem Gesicht streicht. Mit Öl hat sie es gepflegt, glänzend ist es nun und duftend. Ein Fest soll es sein, wenn er kommt. Hat sie auch nichts vergessen? Ist wirklich alles bereit? Bereit für den Empfang ihres Liebsten? Und so wartet sie, hofft und bangt und freut sich. Wie wird es sein, wenn er da ist? Wir wissen es nicht. Und doch warten auch wir auf ihn. Erwarten ihn, Jesus den Erlöser!

Ich will mich vorbereiten, damit ich bereit bin, wenn es so weit ist. Und so lange will ich es genießen, zu warten. Ich halte inne und erwarte, was kommt. Gespannt, erwartungsvoll. Ich genieße diese Zeit, den Moment davor, diese Zeit, bevor er wirklich da ist, bevor er eintritt. Ich genieße den Advent meines Lebens und fühle die Zeit meiner Erwartung, in der ich ahne, was sein wird, ohne es zu wissen. Ich freue mich darauf, seine Stimme zu hören. Das gute Wort, das mich tröstet und befreit. Ich warte. Und dann – dann ist er da: Siehe, er steht hinter unsrer Wand und sieht durchs Fenster und blickt durchs Gitter. Mein Freund antwortet und spricht zu mir: „Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, und komm her! (Hohelied 2,9-10)

Das ist Erwartung. Erwarten wir Jesus?

 

Rückblick

Das Jahr ist schon fast vorbei, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und wenn ich auf das Jahr zurückschaue, kann ich nur staunen über das, was Gott getan hat. In 35 Einsätzen in Europa durfte ich insgesamt mehr als 21.000 Menschen das Evangelium verkündigen und über 1.600 von ihnen nahmen Gebet in Anspruch.

In Budapest besuchte ich ein Europäisches Leitertreffen und war wieder einmal überrascht vom Wirken Gottes in den Europäischen Ländern. Überall werden neue Gemeinden gegründet. In Emmetten/Schweiz hatten wir ein segensreiches Seminarwochenende mit dem Thema: Im Glauben leben und Wunder sehen. Von Kroatien wurde ich überrascht. Wir hatten 3 Veranstaltungen, die in immer größeren Räumen stattfanden und jedes Mal war es voll. Klare Entscheidungen wurden für Jesus getroffen. Im Dezember werde ich noch in Wien sein und wir erwarten über 1.000 Besucher.

 

Gott tut heute noch Wunder

Im Mai dieses Jahres war ich in St. Pölten/Österreich als Sprecher auf einer Konferenz. Pro Gottesdienst konnten wir mehr als 5.000 Besucher begrüßen. Ich sprach immer wieder über Glauben und Vertrauen. In diesen Veranstaltungen saß ein junger Pianist, der ein unlösbares Problem hatte. Durch einen Unfall hatte er sich eine Hand zerquetscht und Teile seiner Finger verloren. Das bedeutet, er würde nie wieder Klavier spielen können. Während der Verkündigung wuchs Glauben in ihm und als wir zum Heilungsgebet riefen, kam auch er zum Gebet und lies sich mit Öl salben. Monate später erfuhr ich, was geschehen war. Er musste immer wieder zum Arzt um den Verband zu wechseln und dabei stellte der Arzt fest, dass etwas nicht normal war. Er sagte: „Hier stimmt etwas nicht, ihre Knochen wachsen nach“. Ist das nicht gewaltig? Im September dieses Jahres gab er sein erstes Konzert. Das ist Gott!

Wir möchten Dich an dieser Stelle bitten, für Evangelistic-Ministries weiter zu beten und uns in diesem Dienst zu begleiten. Natürlich möchten wir Dir auch ein ganz großes Dankeschön sagen, dass Du uns im Gebet begleitest.

Wir freuen uns auch über alle finanzielle Unterstützung, die der Verbreitung des Evangeliums dient. Prüfe doch einmal, ob Du uns mit einer Sonderspende oder mit einem regelmäßigen Betrag unterstützen kannst. Danke! Gott wird dich segnen, davon bin ich überzeugt.

 

Nun wünschen wir Dir eine gesegnete Weihnachtszeit

und ein gutes neues Jahr 2016!

 

Dein Evangelisten-Ehepaar

Wilfried und Elli Mann